Veranstaltungen 2019

 
Im Jahr 1818 gründete das württembergische Königspaar Wilhelm I. und Katharina Pawlowna in Hohenheim die Landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt, die heutige Universität Hohenheim. Eine ihrer Aufgaben: in Versuchsreihen  agrartechnische Geräte zu vergleichen und neue, bessere Maschinen zu entwickeln. Doch wie sollten diese Innovationen im Land verbreitet werden? Dazu entstand 1819 – vor 200 Jahren – die „Hohenheimer Ackergerätefabrik“, die erste Manufaktur für landwirtschaftliches Gerät in Deutschland.

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum ist eine zentrale Einrichtung der Universität und hütet die Erinnerung an diese frühen agrartechnischen Entwicklungen. Und damit einen ganz besonderen Schatz: die historische Hohenheimer Modell- und Werkzeugsammlung. In diesem Jahr widmen sich ihr, der Hohenheimer Ackergerätefabrik und der frühen Landwirtschaft ganz allgemein Sonderführungen und Veranstaltungen.
 
 

SAMSTAG 6. JULI 2019 | 12 BIS 18 UHR:

Filderhauptstraße 179
Der Eintritt ist heute für beide Museumsstandorte frei

Tag der offenen Tür der Universität Hohenheim

 

Seit über 200 Jahren werden in Hohenheim landwirtschaftliche Geräte gesammelt. Heute haben Sie die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Deutschen Landwirtschaftsmuseums zu schauen. Wir präsentieren Ihnen unsere ersten Sammlungsobjekte, unsere historischen Inventarbücher, Kataloge und Sammlungsbeschreibungen. Und wir zeigen, wie wir heute Exponate inventarisieren und im Internet präsentieren.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 7. JULI 2019, 11 UHR:

Treffpunkt: DLM Standort Filderhauptstraße 179
Herbert Stelz (Betriebsleiter Heidfeldhof, Versuchsstation der Universität Hohenheim):

Auf ins Freilandlabor – ein Rundgang über die Versuchsstation Heidfeldhof

Vom Urgetreide zum Superfood – auf den Feldern rund um den Heidfeldhof gedeiht eine bunte Vielfalt an Nutzpflanzen für die Hohenheimer Agrarforschung. Hier werden die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Kulturpflanzen und auf den Boden ebenso erforscht wie die Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Klima. Was es mit den verschiedenen Versuchen auf sich hat und welche Fragestellungen dahinter stehen, verrät Dipl.-Ing. (FH) Herbert Stelz, der Leiter des Heidfeldhofs. Erfahren Sie während der Feldbegehung Interessantes über die vielfältigen Aspekte der pflanzenbaulichen Versuche. Eine einmalige Gelegenheit, die es nicht zu versäumen gilt, denn nur für diese Führung öffnet der Heidfeldhof seine Pforten.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 4. AUGUST 2019, 11 UHR:

DLM Standort Garbenstraße 9a
Dipl.-Ing. Klaus Lutz (Universität Hohenheim):

Der Stationärmotor als Antrieb in der Landtechnik

Das DLM besitzt zahlreiche Stationärmotoren – also Motoren, die fest an einem Standort stehen. Klaus Lutz, der Oberingenieur des Hohenheimer Instituts für Agrartechnik, setzt bei dieser Führung auch den 4 PS Sicherheitsmotor der Münchner Firma Gebr. Baumann aus dem Jahr 1904 in Betrieb.
 

SONNTAG [Datum folgt] | VORFÜHRUNGEN UM 11, 13 UND 15 UHR:

DLM Standort Filderhauptstraße 179

Kartoffelernte wie zu Zeiten der Urgroßeltern

Im April haben wir Kartoffeln gepflanzt. Seither wurde immer wieder Unkraut gehackt. Vorsichtig und ohne die Kartoffelpflanzen zu beschädigen. Heute wollen wir die Kartoffeln so ernten, wie man sie um 1950 in kleinen Bauernhöfen in Deutschland noch geerntet hat. Bange Frage damals wie heute: Wie groß sind die Kartoffeln geworden? Was haben Schädlinge und Kartoffelkrankheiten übrig gelassen?
Mit dem von einem Pferdegespann gezogenen Schleuderradroder holen wir die Kartoffeln aus ihrem Dämmen. Dabei schleudern die Spindeln des Roders die Kartoffeln auf die Seite, die dann mühselig von Frauen und Kindern von Hand aufgelesen wurden. Wochenlang musste jeder helfen. Für die Kinder gab es sogar extra Kartoffelferien, die heutigen Herbstferien. Die Kartoffeln, die noch nicht an die Oberfläche gebracht worden sind, müssen danach mühsam mit Gabeln, Hacken und mit der Hand herausgelesen werden. Die Kartoffeln wurden schließlich mit dem Leiterwagen zum Bauernhof gezogen und dort der Größe nach sortiert.
Wie um 1950 schmecken auch bei uns die frisch geernteten Kartoffeln, über dem Kartoffelfeuer geröstet, besonders gut. Dazu gibt es von 11 bis 16 Uhr auch andere kulinarische Speisen sowie Informationen über Kartoffeln.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 1. SEPTEMBER 2019, 11 UHR:

DLM Standort Filderhauptstraße 179
Martin Flammer (ehem. Unimog-Vertriebstrainer):

Faszination Unimog

Auch 70 Jahre nach seiner Entstehung hat der Unimog nichts von seiner Faszination verloren. Als landwirtschaftliches Allzweckfahrzeug entwickelt, ist der Unimog noch heute in vielen Bereichen ein unentbehrlicher Helfer. Von A wie Ackerbau bis Z wie Zweiwegefahrzeug geht Martin Flammer – der ehemalige Leiter des Unimog-Vertriebstrainings – auf Zeitreise durch die weitverzweigte Unimog-Technikgeschichte. Auf seinem Streifzug vorbei an seltenen Originalen darf ein weiterer Stern auf dem Acker natürlich nicht fehlen: der legendäre MB-Trac. Diese Sonntagsführung verspricht Geschichte und Geschichten aus erster Hand von unserem Unimog-Experten. Da heißt es nur eins: Nicht verpassen!
 

SONNTAG 8. SEPTEMBER 2019 | TAG DES OFFENEN DENKMALS | FÜHRUNGEN 11 UND 14 UHR

DLM Standort Garbenstraße 9a | Eintritt frei

Die Hohenheimer Ackergerätefabrik. Frühes Hightech aus Württemberg

Am Tag des offenen Denkmals führen wir Sie durch die "Hohenheimer Modell- und Werkzeugsammlung" – einem einzigartigen historischen Schatz, der ab 1819 den Ruf Hohenheims als Schrittmacher moderner Landwirtschaft in die Welt trug. Entstanden sind die Modelle in der damals berühmten "Hohenheimer Ackergerätefabrik", deren Gründung vor 200 Jahren wir heute ein wenig feiern wollen. Wir begeben uns auf Spurensuche und spazieren über den Campus zu der noch erhaltenen Wirkungsstätte der einstigen Fabrik. Zum Abschluss besichtigen wir im Hohenheimer Schloss die ehrwürdigen Räume, in denen die Modellsammlung über viele Jahre einer staunenden Öffentlichkeit präsentiert wurde.