Veranstaltungen 2019

 
Im Jahr 1818 gründete das württembergische Königspaar Wilhelm I. und Katharina Pawlowna in Hohenheim die Landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt, die heutige Universität Hohenheim. Eine ihrer Aufgaben: in Versuchsreihen  agrartechnische Geräte zu vergleichen und neue, bessere Maschinen zu entwickeln. Doch wie sollten diese Innovationen im Land verbreitet werden? Dazu entstand 1819 – vor 200 Jahren – die „Hohenheimer Ackergerätefabrik“, die erste Manufaktur für landwirtschaftliches Gerät in Deutschland.

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum ist eine zentrale Einrichtung der Universität und hütet die Erinnerung an diese frühen agrartechnischen Entwicklungen. Und damit einen ganz besonderen Schatz: die historische Hohenheimer Modell- und Werkzeugsammlung. In diesem Jahr widmen sich ihr, der Hohenheimer Ackergerätefabrik und der frühen Landwirtschaft ganz allgemein Sonderführungen und Veranstaltungen.
 
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 5. MAI 2019, 11 UHR:

Dr. Jürgen Weisser (DLM)

Die „Modell- und Werkzeugsammlung“ der Hohenheimer Ackergerätefabrik

In der Führung betrachten wir die historische „Hohenheimer Modell- und Werkzeugsammlung“, die auf die Schau- und Lehrsammlung der 1818 gegründeten Hohenheimer Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt zurückgeht. Sie wird seit 1832 wissenschaftlich betreut und gehört damit zu den ältesten wissenschaftlichen Sammlungen in Baden-Württemberg. Anschließend geht es zu Fuß zu den rund 300 m entfernten Gebäuden der ehemaligen Hohenheimer Ackergerätefabrik, die 1819 – also vor 200 Jahren – gegründet wurde und die erste industrielle Fertigungsstätte für landtechnische Arbeitsmittel in Deutschland war. Hier wurden zwischen 1819 und 1903 die Hohenheimer Modelle sowie Ackergeräte wie der „Hohenheimer Pflug“ hergestellt.DLM Standort Garbenstraße 9a.
 

SONNTAG 19. MAI 2019 | 11 BIS 16 UHR:

DLM Standort Garbenstraße 9a | Am Museumsstandort Garbenstraße 9a Eintritt frei!

Internationaler Museumstag

Schauen Sie heute ein wenig hinter die Kulissen eines Museums, in dem schon seit 200 Jahren Agartechnik gesammelt wird. Wir zeigen Ihnen unsere ältesten Objekte, unsere historischen Inventarbücher sowie unsere 180 Jahre alten gedruckten Bestandskataloge und Verkaufsprospekte. Gleichzeitig erfahren Sie, wie wir derzeit dabei sind, unseren Bestand der Historischen Werkzeug- und Gerätesammlung im Internet wissenschaftlich aufgearbeitet zu präsentieren.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 2. JUNI 2019, 11 UHR:

DLM Standort Filderhauptstraße 179
Dipl.-Ing. agr. Hans Müllerschön (ehem. Leiter der Sparte Agrar der WLZ bzw. BayWa AG):

Von der Zugmaschine zur Vollmotorisierung.

In der Führung stellt Hans Müllerschön beispielhaft an Exponaten des Museums die Entwicklung der Schlepperkonstruktionen von den 1930er Jahren bis heute vor. Dabei betrachtet er besonders die vielfältigen Fortschritte nach 1945, die auch durch den Wandel der landwirtschaftlichen Betriebe zum "Ein-Mann-Betrieb" bestimmt wurden.
 

SAMSTAG 6. JULI 2019 | 12 BIS 18 UHR:

Filderhauptstraße 179
Der Eintritt ist heute für beide Museumsstandorte frei

Tag der offenen Tür der Universität Hohenheim

 

Seit über 200 Jahren werden in Hohenheim landwirtschaftliche Geräte gesammelt. Heute haben Sie die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Deutschen Landwirtschaftsmuseums zu schauen. Wir präsentieren Ihnen unsere ersten Sammlungsobjekte, unsere historischen Inventarbücher, Kataloge und Sammlungsbeschreibungen. Und wir zeigen, wie wir heute Exponate inventarisieren und im Internet präsentieren.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 7. JULI 2019, 11 UHR:

Treffpunkt: DLM Standort Filderhauptstraße 179
Herbert Stelz (Betriebsleiter Heidfeldhof, Versuchsstation der Universität Hohenheim):

Auf ins Freilandlabor – ein Rundgang über die Versuchsstation Heidfeldhof

Vom Urgetreide zum Superfood – auf den Feldern rund um den Heidfeldhof gedeiht eine bunte Vielfalt an Nutzpflanzen für die Hohenheimer Agrarforschung. Hier werden die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Kulturpflanzen und auf den Boden ebenso erforscht wie die Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Klima. Was es mit den verschiedenen Versuchen auf sich hat und welche Fragestellungen dahinter stehen, verrät Dipl.-Ing. (FH) Herbert Stelz, der Leiter des Heidfeldhofs. Erfahren Sie während der Feldbegehung Interessantes über die vielfältigen Aspekte der pflanzenbaulichen Versuche. Eine einmalige Gelegenheit, die es nicht zu versäumen gilt, denn nur für diese Führung öffnet der Heidfeldhof seine Pforten.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 4. AUGUST 2019, 11 UHR:

DLM Standort Garbenstraße 9a
Dipl.-Ing. Klaus Lutz (Universität Hohenheim):

Der Stationärmotor als Antrieb in der Landtechnik

Das DLM besitzt zahlreiche Stationärmotoren – also Motoren, die fest an einem Standort stehen. Klaus Lutz, der Oberingenieur des Hohenheimer Instituts für Agrartechnik, setzt bei dieser Führung auch den 4 PS Sicherheitsmotor der Münchner Firma Gebr. Baumann aus dem Jahr 1904 in Betrieb.
 

SONNTAG [Datum folgt] | VORFÜHRUNGEN UM 11, 13 UND 15 UHR:

DLM Standort Filderhauptstraße 179

Kartoffelernte wie zu Zeiten der Urgroßeltern

Im April haben wir Kartoffeln gepflanzt. Seither wurde immer wieder Unkraut gehackt. Vorsichtig und ohne die Kartoffelpflanzen zu beschädigen. Heute wollen wir die Kartoffeln so ernten, wie man sie um 1950 in kleinen Bauernhöfen in Deutschland noch geerntet hat. Bange Frage damals wie heute: Wie groß sind die Kartoffeln geworden? Was haben Schädlinge und Kartoffelkrankheiten übrig gelassen?
Mit dem von einem Pferdegespann gezogenen Schleuderradroder holen wir die Kartoffeln aus ihrem Dämmen. Dabei schleudern die Spindeln des Roders die Kartoffeln auf die Seite, die dann mühselig von Frauen und Kindern von Hand aufgelesen wurden. Wochenlang musste jeder helfen. Für die Kinder gab es sogar extra Kartoffelferien, die heutigen Herbstferien. Die Kartoffeln, die noch nicht an die Oberfläche gebracht worden sind, müssen danach mühsam mit Gabeln, Hacken und mit der Hand herausgelesen werden. Die Kartoffeln wurden schließlich mit dem Leiterwagen zum Bauernhof gezogen und dort der Größe nach sortiert.
Wie um 1950 schmecken auch bei uns die frisch geernteten Kartoffeln, über dem Kartoffelfeuer geröstet, besonders gut. Dazu gibt es von 11 bis 16 Uhr auch andere kulinarische Speisen sowie Informationen über Kartoffeln.
 

SONNTAGSFÜHRUNG | 1. SEPTEMBER 2019, 11 UHR:

DLM Standort Filderhauptstraße 179
Martin Flammer (ehem. Unimog-Vertriebstrainer):

Faszination Unimog

Auch 70 Jahre nach seiner Entstehung hat der Unimog nichts von seiner Faszination verloren. Als landwirtschaftliches Allzweckfahrzeug entwickelt, ist der Unimog noch heute in vielen Bereichen ein unentbehrlicher Helfer. Von A wie Ackerbau bis Z wie Zweiwegefahrzeug geht Martin Flammer – der ehemalige Leiter des Unimog-Vertriebstrainings – auf Zeitreise durch die weitverzweigte Unimog-Technikgeschichte. Auf seinem Streifzug vorbei an seltenen Originalen darf ein weiterer Stern auf dem Acker natürlich nicht fehlen: der legendäre MB-Trac. Diese Sonntagsführung verspricht Geschichte und Geschichten aus erster Hand von unserem Unimog-Experten. Da heißt es nur eins: Nicht verpassen!
 

SONNTAG 8. SEPTEMBER 2019 | TAG DES OFFENEN DENKMALS | FÜHRUNGEN 11, 13 UND 15 UHR:

DLM Standort Garbenstraße 9a | Für Führungsteilnehmer Eintritt frei

Die Hohenheimer Ackergerätefabrik. Frühes Hightech aus Württemberg

Am Tag des offenen Denkmals führt der Leiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, Dr. Jürgen Weisser, die Besucher durch die einzigartige historische „Hohenheimer Modell- und Werkzeugsammlung“, die eng mit der Geschichte der Hohenheimer Ackergerätefabrik verbunden ist: In der in Hohenheim 1818 gegründeten Landwirtschaftlichen Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt, der heutigen Universität Hohenheim, konstruierten Wissenschaftler neue Ackergeräte. Diese wurden ab 1819 in einer eigenen Ackergerätefabrik gebaut und vertrieben. Nach einem Museumsrundgang geht es gemeinsam zu den rund 300 Meter entfernt gelegenen Originalgebäuden der einstigen Hohenheimer Ackergerätefabrik.