Das DLM in Hohenheim

Schloss Hohenheim um 1834
DLM-Standort Garbenstraße
DLM-Standort Filderhauptstraße
 


Das DLM ist eine zentrale Einrichtung der Universität Hohenheim.

Landwirtschaft hat in Hohenheim eine lange Tradition. Im Jahr 1818 gründete der württembergische König Wilhelm I. in Hohenheim die landwirtschaftliche „Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt“. Er legte damit den Grundstein für die Universität Hohenheim, die heute mit fast 10.000 Studierenden die Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences in Deutschland, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften ist.

Ausstellungstradition seit 1832

Die Anfänge der Sammlungen des DLM gehen auf die „Modellsammlung“, die öffentliche „Schau- und Lehrsammlung“ der Hohenheimer Anstalt, zurück. 1831 bis 1832 wurden die landwirtschaftlichen Geräte, die bereits seit 1818 gesammelt wurden, in eigenen Räumen im Hohenheimer Schloss zusammengeführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1832 wird Sammlung wissenschaftlich betreut und besitzt seither einen eigenen Jahresetat, damals 100 Gulden. Damit gilt das Jahr 1832 als das Gründungsjahr der Sammlung. 1834 erscheint das erste gedruckte „Verzeichnis der in der Werkzeug- und Modell-Sammlung enthaltenen Gegenstände“, 1845 die erste sehr detaillierte „Beschreibung der Modellsammlung“ von Karl Göriz.

Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Sammlung weitgehend magaziniert. Sie wird aber weiterhin erweitert und als „Lehr- und Schausammlung“ für die Hochschule genutzt.

Gründung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums

Der Gedanke, die alte Sammlung wieder öffentlich auszustellen, geht auf die 1950er Jahre zurück. Die Idee eines modernen Europäischen oder Deutschen Landwirtschaftsmuseums entstand anlässlich einer Pflugschau, die im Rahmen des Weltwettpflügens 1958 in Hohenheim stattfand. In der 1965 neu eingerichteten Halle für Agrartechnik am DLM-Standort Garbenstraße 9a bekam die alte Lehr- und Schausammlung einen ca. 200 m² großen neuen Ausstellungsraum. Damit konnte die wertvolle Sammlung historischer Ackergeräte und Pflüge dem Publikum wieder dauerhaft zugänglich gemacht werden.

1972 wurde das DLM, auch als Nachfolder des 1945 untergegangenen „Landwirtschaftlichen Museum“ in Berlin, offiziell gegründet und dafür die Ausstellungsfläche am Standort Garbenstraße erweitert.

Seither konnte das DLM durch den Bau weiterer Gebäude kontinuierlich vergrößert werden. Zusammen mit den drei neuen Schauhallen am DLM-Standort Filderhauptstraße 179 kann das DLM derzeit auf 5.700 Quadratmetern überdachte Fläche seinen Besuchern Agrargeschichte präsentieren.